In der Nordsee sind zwei Frachtschiffe zusammengestoßen. Zahlreiche Schiffe suchen derzeit nach Schiffbrüchigen – darunter auch ein Kreuzfahrtschiff.

Mehrere Seenotrettungskreuzer suchen derzeit nach Schiffbrüchigen, nachdem zwei Frachter bei Helgoland kollidiert sind. Einer der Frachter ist gesunken. Unterstützt werden die Seenotretter von einem Kreuzfahrtschiff.

Die “Iona” der Reederei P&O Cruises war eigentlich von Hamburg auf dem Weg nach Rotterdam, als sich die Havarie vor der Insel Helgoland ereignete. Das geht aus Angaben der Website “vesselfinder.com” hervor. Offenbar unterbricht die “Iona” derzeit ihre geplante Reise und beteiligt sich an der Rettungsaktion.

“Der Vorfall dauert an und die Zusammenarbeit der “Iona” steht im Einklang mit dem internationalen Seerecht sowie mit den moralischen und rechtlichen Verpflichtungen des Unternehmens”, teilte das Unternehmen der Deutschen Presse-Agentur mit.

Auf der “Iona” können Menschen medizinisch versorgt werden

Der Zwischenfall werde vermutlich keine Auswirkungen auf den für Mittwoch geplanten Anlauf in Rotterdam oder die weitere Reise haben. Zu weiteren Details machte das Unternehmen keine Angaben. Wie aus einer Pressemitteilung des Havariekommandos hervorgeht, könnten Schiffbrüchige an Bord der “Iona” medizinisch versorgt werden.

Die britische Zeitung “Sun” zitierte einen 24-jährigen Mann an Bord der “Iona” mit den Worten, das Schiff sei etwa 200 Meter von der Unfallstelle entfernt gewesen. Die Passagiere seien morgens um 6 Uhr von der Mitteilung geweckt worden, dass sich die Crew an einem Sucheinsatz beteilige.

Das Schiff wurde nach der schottischen Insel Iona benannt, die für ihre malerische Landschaft und den atemberaubenden Blick auf das Meer bekannt ist. Die “Iona” ist das größte Schiff der P&O-Flotte. Erst vor drei Jahren hatte sie ihre Jungfernfahrt absolviert und bietet Platz für 2.614 Passagiere. Die Crew umfasst 1.800 Personen, wie aus den Angaben der Reederei hervorgeht.

Helikopter und weitere Schiffe sind in der Gegend aktiv

An der Suche beteiligt sind derzeit außerdem der größte Seenotrettungskreuzer der Welt, “Hermann Marwede”, sowie der kleinere, 23-Meter-Kreuzer “Bernhard Gruben” der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).

Unterstützt werden sie vom Notschlepper “Nordic”, dem Lotsentender “Wangerooge”, dem Wasserschutzpolizeiboot “Sylt” sowie dem “Search and Rescue”-Hubschrauber “Sea King” der Deutschen Marine.

Flugzeuge unterstützen bei der Suche nach Vermissten

Auf dem Weg zur Unfallstelle sind außerdem der Seenotrettungskreuzer “Anneliese Kramer”, die “Atair” vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie, das Mehrzweckschiff “Mellum” der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung sowie das Wasserschutzpolizeiboot W 3.

Das Havariekommando lässt das Seegebiet zudem vom Sensorflugzeug DO228 überfliegen, um weitere Erkenntnisse zu erhalten.

“Halunder-Jet”: Unfallstelle liegt nicht auf der Route

Täglich pendelt die FRS Helgoline von Hamburg nach Helgoland. Bislang beteiligt sich der sogenannte “Halunder-Jet” jedoch nicht an der Suche nach Vermissten, weil die Route zu weit entfernt vom Ort des Geschehens verläuft. Sobald das Maritime Lagezentrum sie anfordere, würden sie zur Unterstützung des Havariekommandos bereitstehen./



Von Redaktion